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Wie alles begann

Am Anfang war die Idee

Die Geschichte der Reformhäuser nahm ihren Lauf mit Carl Braun, der im Herbst 1887 in Berlin ein Einzelhandelsgeschäft mit dem verheißungsvollen Namen „Gesundheits-Zentrale“ eröffnete.

Der Textilkaufmann war gleichzeitig Mitglied im Berliner Naturheilverein. Auf Bitten seiner Vereinsfreunde richtete er in seinem Textilladen eine „Abteilung für Mittel zur Ausübung der Naturheilkunde“ ein, wo man beispielsweise Badewannen und verschiedene Tücher für Prießnitz- Packungen kaufen konnte.

Bald kamen auch die Anhänger der vegetarischen Bewegung zu ihm und fragten nach pflanzlichen Fetten, Trockenfrüchten und Brot aus dem vollen Korn. Diese Artikel ließen sich nicht gut in das Sortiment eines Textilgeschäfts einfügen, und so entschloss sich Braun, einen Laden am Potsdamer Bahnhof zu eröffnen, in dem es all diese Waren geben sollte. Er nannte ihn Gesundheits-Zentrale.

Diese Eröffnung legte den Grundstein für die Entwicklung einer ganzen Branche. Mutige Kaufleute mit Pioniergeist und Idealismus folgten seinem Beispiel. Sie begannen, als Antwort auf die frühindustrielle Belastung der Umwelt und der Menschen „alternative Produkte“ zu produzieren und zu vermarkten. Ihnen gemeinsam war der Wunsch, Problemen der modernen Industriegesellschaft begegnen zu wollen.

Unterschiedliche Strömungen der Lebensreformbewegung
Vielfältig zeigten sich die einzelnen Strömungen der damaligen „Lebensreformbewegung“. Eine Reform der Ernährung lag den Vegetariern und den Anhängern von Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner am Herzen, einem Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler. Da gab es die Naturheilbewegung, die nach den Erkenntnissen von Emanuel Felke, Sebastian Kneipp oder Vincenz Prießnitz eine Reform der Heilkunde anstrebten. Die anti-alkoholische Bewegung warnte vor den Folgen des Alkoholkonsums und schließlich zählte auch die Freikörperkulturbewegung zu den Lebensreformern. Ihre Devise: Weg mit einschnürenden Korsetts, mehr Luft und Bewegungsfreiheit für den Organismus.

Neue Produktideen
Persönlichkeiten aus den Reihen der Lebensreformer haben Produktideen geschaffen, die das Reformhaus-Sortiment bis heute prägen. Ideen und Erkenntnisse führten zu bahnbrechenden Produktentwicklungen: Der vegetarischen Bewegung entstammen Produkte wie die Pflanzenmargarine als Alternative zu tierischem Fett. Das Vollkornbrot war Gegenpol zum inhaltsleeren Weißbrot, die Antialkoholiker-Bewegung brachte den ersten abgefüllten Traubensaft hervor. Die Körperöle
pflanzlicher Herkunft waren die Wiege der heutigen Naturkosmetik. Und die Naturheilanhänger führten die in Jahrhunderten bewährten Kräuterschätze der Natur gegen die chemische Medizin ins Feld. Die Produktideen von damals sind heute Allgemeingut geworden.

Lebensmittel, Naturkosmetik und Naturarzneien
Die ersten Fachgeschäfte für Pflanzen-Butter, Körperpflegeöle und Pflanzensäfte waren vielbesuchte Treffpunkte für gesundes Leben. So auch das erste namentlich als Reformhaus® bezeichnete Geschäft von Carl August Heynen in Wuppertal. Hier erhielten die Lebensreform-Anhänger die gewünschten qualitativ hochwertigen Produkte, hier konnten sie sich durch Rat und Tat unterstützen. Schon bald setzte sich der Begriff durch, der heute noch den Fachgeschäfts-Charakter kennzeichnet: Reformhaus..

Zukunft im Blick
Auch wenn die Grundidee mehr als 100 Jahre alt ist – das Konzept Fachgeschäft mit Kompetenz funktioniert bis heute. Reformhäuser sind Vorreiter für neue Produktideen, setzen Maßstäbe, wenn es um eine gesunde, natürliche Lebensweise geht. Sie sind seit 1927 in der „neuform – Vereinigung Deutscher Reformhäuser eG“ zusammengeschlossen. Deren Hauptaufgabe besteht darin, die Produktqualität und Sicherheit des neuform-Sortiments zu überwachen und die wirtschaftliche und fachliche Leistungsfähigkeit der eigenverantwortlichen Mitgliedsgeschäfte zu fördern.
Trotzdem arbeitet jeder Reformhausinhaber als selbstständiger und selbstverantwortlicher Kaufmann. Diese Individualität macht das moderne Reformhaus® so attraktiv und erklärt, warum unterschiedliche Geschäftsmodelle, vom kleinen Einzelgeschäft bis zur großen Filiale, möglich sind.

Unter dem Motto „Qualität hat einen Namen – neuform“ finden Verbraucher ein umfangreiches Sortiment für Wellness, Genuss und Gesundheit. Je nach Reformhausgröße werden zwischen 2000 und 4000 Artikel in fünf Sortimentsbereichen angeboten:

  • Lebensmittel für eine individuelle, qualitäts- und genussorientierte Ernährung
    Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung einer optimalen Nährstoffversorgung bei nicht
    durchgängig vollwertiger Ernährung oder bei erhöhtem Bedarf (wie bei Stress oder nach einer
    Krankheit)
    Diätetische Lebensmittel für die Ernährung bei einer speziellen Diätform (beispielsweise
    Fettstoffwechselstörungen, Zöliakie)
    Kosmetik- und Körperpflege auf der Basis von Pflanzen als Alternative zu synthetisch
    hergestellten Produkten auf Mineralölbasis
    Naturarzneimittel zur verantwortungsbewussten Selbstmedikation für die Gesundheitsvorsorge
    und zur natürlichen Linderung oder Behandlung von Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen

    Lesen Sie hier den ganzen Artikel als PDF: >>>>>hier klicken
    Text: ReformhausKurier-Redaktion (Quelle: Reformhaus Verband)

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